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MIB – keine Entscheidung. Eine Einstellung.
Ich möchte euch mitnehmen, auf eine Reise, die mich unerwartet gepackt und gleichzeitig so sehr fasziniert hat, dass aus einer spontanen Entscheidung, etwas viel Größeres entstehen sollte. Es war keine typische Entscheidung wie so viele andere auch. Es war der Beginn einer Einstellung. Eine Einstellung, aus dem tiefsten Inneren kommend, die mit jedem Tag wächst und eine, die mir etwas zurückgeben sollte, von dem ich nicht wusste, wie sehr ich es vermisst hatte: das Gefühl von kindlicher Freude, Leichtigkeit und dieses ehrliche Kribbeln im Bauch.
Als Kind einer Fußballerfamilie – und selbst jemand, der 35 Jahre lang die Fußballschuhe schnürte – war es für mich undenkbar mit dem Tanzsport in Berührung zu kommen. Fußball war mein Zuhause. Tanz…. lag irgendwo in einer anderen Welt. Doch wie das Leben so spielt, stehe ich heute genau hier. Ich tauschte meine Fußballschuhe gegen Tanzschuhe, das Fußballtrikot gegen ein Kostüm und Spiel-Formationen gegen Choreografien.
Und ich muss gestehen, ich liebe es….
Ohne auch nur im Ansatz zu ahnen, was die kommenden Monate mit mir machen würden, meldete ich meine Tochter bei den Minis der KG „Blau-Weiß“ aus Sinnersdorf an. Man muss dazu sagen: Seit sie stehen kann, bewegt sie sich rhythmisch zur Musik. Kölsche Musik liebt sie besonders. Sie liebt es, sich zu verkleiden, und spricht ständig davon, einmal ein Tanzmariechen sein zu wollen.
Der Schritt in den Karnevalsverein war also logisch – und rückblickend schicksalshaft.
Durch die neue Zugehörigkeit zum Verein lernte ich viele großartige Menschen kennen. Menschen, die mich nach und nach in Ihrer Mitte aufnahmen. Und so entscheid ich mich dazu, eines Abends zu einem geladenen, gemütlichen Umtrunk zu gehen.
Und dort begann meine Reise…
An einem Abend im Juni des vergangenen Jahres – Ich hatte einen wundervollen Abend. Ich fühlte mich innerhalb der Blau-Weiß-Familie sofort gut aufgehoben, führte tiefe Gespräche über Liebe, Beziehungen und das Leben – so vertieft, dass ich nicht einmal bemerkte, wie sich plötzlich jemand von hinten anschlich.
Auf einmal lag ein Bierdeckel vor mir auf dem Tisch.
Mit einer klaren Botschaft:

„MIB-Beitritt 2025 – ich bin dabei!“
Was das bedeutete, wusste ich in diesem Moment noch nicht. Man redete auf mich ein, lachte, grinste – und sagte schließlich nur: „Unterschreib ruhig. Das wirst du nicht bereuen.“
Und sie sollten recht behalten.
Überzeugt hatten sie mich spätestens bei den Worten wie Feiern, Fässchen, Champions League und Wieverdanz.
Ich hörte auf mein Bauchgefühl – und unterschrieb. Natürlich stilecht. Auf dem Bierdeckel-Vertrag der „Men in Black“ aus Sinnersdorf. Ohne zu wissen, wohin diese Reise mich führen würde.
Zwei Wochen später stand ich an einem Montagabend bei meinem ersten Training. Und ich lernte die Menschen kennen, die mein Leben Stück für Stück vom fußballerischen ins tänzerische wandeln sollten. Angeführt von unseren beiden Trainerinnen – voller Leidenschaft, Herzblut und mit einer Liebe zum Detail, die sofort ansteckend ist. Sie führen uns Tanzgranaten Woche für Woche durch Choreografien, verzweifeln hin und wieder an uns, stehen kopfschüttelnd vor uns, geben uns aber niemals auf.
Es ist eine Freude, ihnen zuschauen zu dürfen.
Wie sie uns zum hundertsten Mal die Schritte erklären.
Wie sie uns zum hundertsten Mal vortanzen.
Wie sie uns zum hundertsten Mal in den Takt zählen.
Und trotzdem verlieren sie nie den Glauben an uns. Sie wissen im tiefsten Inneren was in uns steckt, auch wenn sie dafür sehr tief graben müssen.
Die „Men in Black“ sind eine unfassbar sympathische, coole und gemischte Truppe. Männer zwischen dem 35. und dem 70. Lebensjahr – und genau diese Vielfalt machen die „Men in Black“ zu dem, was sie sind. Oder, wie ich schnell feststellen durfte: zum unangefochtenen Highlight im Sinnersdorfer Herrenballett und zu den heimlichen Stars des Sinnersdorfer Karnevals. Ganz besonders beim Viva la Wiever.
Der Wieverdanz ist nicht einfach nur eine legendäre Frauensitzung – er ist das Highlight des Jahres.
Heimspiel. Eigenes Wohnzimmer. Jeder spricht darüber. Jeder fiebert darauf hin. Jede Trainingseinheit bringt uns diesem Moment ein Stück näher. Und je näher der Termin rückt, desto größer wird die Motivation. Die Schweißperlen fließen, der Ton der Trainierinnen wird strenger und die Ansprüche an sich selbst werden größer.
Was nach Aschermittwoch spielerisch begann, wird je näher der Wieverdanz rückt, zur echten Herausforderung. Zweifel kommen auf – Druck entsteht und jeder kämpft mit sich selbst.
Und genau in diesen Momenten zeigt sich, was diese Truppe wirklich ausmacht.
Denn jeder ist für den anderen da, man unterstützt sich gegenseitig und baut sich immer wieder auf. Geht gemeinsam die Schritte gedanklich im Kopf durch und tanzt sie wieder und wieder, bis jeder einzelne seine Sicherheit zurückgewinnt. Und wenn ihr mich fragt: Genau das sind die Momente, die die „Men in Black“ definieren.
Das sind auch die Momente, die aus meiner Entscheidung, letztlich eine Einstellung werden ließen. Eine Einstellung zum Tanzen und eine Einstellung zu den „Men in Black“. Eine Einstellung, die es mir leicht macht, Woche für Woche hier zu sein – und noch viele Geschichten mit dieser Truppe schreiben zu wollen.
Rückblickend bin ich dankbar, an diesem Abend den Bierdeckel unterschrieben zu haben. Ohne ihn hätte ich diese Leidenschaft nie entdeckt und ich würde meine Montagabende nicht mit den Menschen verbringen dürfen, die ich so schnell in mein Herz geschlossen habe.
Die „Men in Black“ stehen für Freundschaft, Leidenschaft, Vielfalt und Zusammenhalt. Jeder einzelne ist stolz darauf, ein MIB zu sein und jeder einzelne trägt diese Einstellung nach außen.
Ich bin stolz und dankbar, Teil dieser wundervollen Familie zu sein.
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